Monatlicher Archiv: November 2016

Auffahren nach vorangegangenem Spurwechsel

Kommt es bei einer Beteiligung mehrerer Fahrzeuge zu einem Auffahrunfall auch deswegen, weil ein vorausfahrender Pkw unachtsam den Fahrstreifen gewechselt hat, ist eine Haftungsverteilung von 70:30 zu Lasten des Auffahrenden dann angemessen, wenn das Drittfahrzeug, auf das aufgefahren wurde, seinerseits noch unfallvermeidend bremsen und ohne selbst aufzufahren anhalten konnte. Landgericht Hamburg, Urteil vom 18.11.2016 – […]

Schmerzensgeld nach HWS-Distorsion

Für eine HWS-Verletzung nach Verkehrsunfall mit einer Beschwerdesymptomatik über zwölf Monate (vollumfängliche Beeinträchtigung für die Dauer der vierwöchigen Arbeitsunfähigkeit, einer Beeinträchtigung von 20 Prozent der ursprünglichen Stärke für weitere zwei bis drei Monate sowie mit sporadisch auftretenden Schwindelgefühlen für weitere acht Monate) ist ein Schmerzensgeld von insgesamt 2.000 Euro angemessen, aber auch ausreichend. Schleswig-Holsteinisches OLG, […]

Rückwärtsfahren

Parkt ein Pkw aus einer innerörtlichen Straße rückwärts in eine parallel zur  Fahrbahn gelegene Parklücke ein und kommt es hierbei zur Kollision mit einem Pkw des rückwärtigen gleichgerichteten Verkehrs, haftet der Rückwärtsfahrer allein. Ob das andere Fahrzeug aus dem Rückraum im Zeitpunkt der Kollision bereits stand oder noch vorwärts bewegt wurde, ist demgegenüber ohne Belang. […]

Unfall beim Rückwärtsfahren

Kommt es zur Kollision zwischen einem rückwärts in eine parallel zur Fahrbahn gelegene Parklücke einfahrenden Pkw und einem aus dem gleichgerichteten Verkehr herankommenden Fahrzeug, haftet der Rückwärtsfahrer allein. Auf die Frage, ob der andere Pkw bei Kollision bereits stand oder noch in Bewegung war, kommt es nicht an, da der Rückwärtsfahrer den Bremsweg des anderen […]

HWS-Schleudertrauma nach Verkehrsunfall

Der Geschädigte ist für seine Behauptung, er sei bei einem Verkehrsunfall verletzt worden, vollumfänglich beweisbelastet. Ergibt sich aus einem vom Gericht in Auftrag gegebenen interdisziplinären (technischen und medizinischen) Sachverständigengutachten die reklamierte Verletzung nicht im erforderlichen Beweismaß, ist der Geschädigte mit seiner Klage abzuweisen. Die Angaben der dem Geschädigten behandelnden Ärzte sind im Rahmen der zur […]