Monatlicher Archiv: Juli 2016

Nutzungsausfall ist nachzuweisen

Zur Geltendmachung einer Nutzungsausfallentschädigung nachVerkehrsunfall ist grundsätzlich der Nachweis von Nutzungsmöglichkeit und Nutzungswille des Geschädigten erforderlich. In der Regel wird der Nutzungswille dadurch dokumentiert, dass der Geschädigte sein Fahrzeug entweder reparieren lässt oder zeitnah eine Ersatzbeschaffung vornimmt. Beides muss der Geschädigte darlegen und gegebenenfalls beweisen. Die bloße Tatsache, dass die Dauer der Reparatur im Schadengutachten […]

Unfall im Begegnungsverkehr

Bei einem Unfall im Begegnungsverkehr gibt es keinen Anscheinsbeweis für die Ursächlichkeit der Überbreite eines der beteiligten Fahrzeuge (hier: Traktor mit Heuwender). Bleibt ungewiss, ob sich die abstrakt erhöhte Betriebsgefahr eines Kfz im konkreten Unfallgeschehen verwirklicht hat, ist auf beiden Seiten lediglich die einfache Betriebsgefahr mit der regelmäßigen Konsequenz einer hälftigen Schadenteilung zu berücksichtigen. Amtsgericht […]

Vorfahrtsverletzung

Der Anschein eines Vorfahrtverschuldens kommt nur dann zum Tragen, wenn neben dem notwendigen räumlichen auch ein zeitlicher Zusammenhang mit einem Einbiegemanöver auf eine bevorrechtigte Straße gegeben ist. Lässt es der vor einer Ampel herrschende Verkehr konkret als möglich erscheinen, dass sich der aus einer untergeordneten Straße einbiegende Verkehrsteilnehmer bereits einige Zeit in Schrägstellung auf der […]

Erforderlichkeit von Gutachterkosten (Bagatellgrenze)

Die Grenze für einen Bagatellschaden ist vor dem Hintergrund der gestiegenen Reparaturkosten im Regelfall bei 1.000,00 Euro zu ziehen. An der Erforderlichkeit von Gutachterkosten fehlt es auch bei einem unterhalb dieser Grenze gelegenen Betrag allerdings erst, wenn ein offensichtlicher Bagatellschaden vorliegt. Eine schematische Betrachtungsweise verbietet sich hier, da ein Laie grundsätzlich den Schadenumfang nicht zuverlässig […]